Temporärer Abschied

Liebe Vasoldsbergerinnen und Vasoldsberger,

Wie den Eltern unserer Schule bekannt, verabschiede ich mich für ein Sabbatical Jahr und möchte aus diesem Grund eine Zwischenbilanz ziehen:

In den vergangenen 15 Jahren haben wir diese Schule einer Reformkur unterzogen und den pädagogisch-, didaktischen Zugang, sowie die Kooperation nach außen, vielfältig auf sehr hohem Niveau etabliert.
Trotz der Vielzahl an aktuellen pädagogischen, sozialen, aber auch organisatorischen Herausforderungen, stand und steht bei uns stets das einzelne Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt.
Ganz im Sinne unseres Leitspruches „MIT jedem Kind die Schritte zu gehen, die es zu gehen vermag.“.

Nach außen führen wir eine offene und hoch transparente Schule, in der das Feedback unserer Schulpartner, allen voran das der Eltern, im Sinne der Kinder reflektiert, diskutiert und lösungsorientiert im Schulalltag integriert wird.
So geben wir – in vielen pädagogischen Strukturansätzen – den Kindern so viel Freiraum wie möglich und gleichzeitig die notwendige Lern- und Unterrichtsstruktur, die dafür nötig ist.
Parallel dazu erfüllen wir  – soweit möglich – in einem regen Austausch mit den Eltern konstruktive Wünsche und Anregungen, fordern jedoch auch wertschätzende, konstruktive, ehrliche und lösungsorientierte Teamarbeit mit uns ein.
Eigentlich ist es eine Erfolgsgeschichte.

Eigentlich?

Leider kann die nötige Infrastruktur unserer Schule nicht mit unserem Reformeifer und unseren Innovationsideen Schritt halten.
Zu wenig Räumlichkeiten, um unser pädagogisches Konzept in einem vollständigeren Rahmen denken und leben zu können, zu halbherzig die Unterstützung bei den Umsetzungen für die Freizeitbetreuung in der GTS.
Mit Hilfe der Eltern und unserer Netzwerke können wir Defizite bei den nötigen und gewünschten Ressourcen immer wieder mühsam kompensieren.

Der Staatspreis für Innovative Schulen (ISB Stiftungspreis), die Gütesiegel in mehreren Kategorien (MINT, Begabungs- und Begabtenförderung, Chorarbeit, Schule in Bewegung, ..), die Teilnahme an Netzwerken und die Sichtbarkeit mittlerweile über Österreich hinaus, zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Dilemma?

Dies darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Schule infrastrukturell sehr eingeschränkt ist.
Die Installation einer Parallelschule hat das Dilemma – aus unserer Sicht – massiv vergrößert.

Hier ist der Schulerhalter nach wie vor gefragt, seine Schulstrategie zu hinterfragen, und mögliche Doppelgleisigkeiten und Kosten abzubauen.
Wir haben in den letzten 15 Jahren vielfach versucht, gemeinsam mit den Verantwortlichen diese Kritik wertfrei zu analysieren, aber auch mögliche Wege aus dem Dilemma vorgeschlagen.
Gehör fanden wir nicht.

Zu schade wäre es, wenn wir – gezwungen durch diese Konstellation – infrastrukturell “weiterwursteln” müssten und lediglich den Status quo erhalten, nicht jedoch unser großes Ziel für die Kinder von Vasoldsberg umsetzen könnten.

 

Zum Schluss möchte ich Danke sagen:

  • Ich danke meinem großartigen Team, das unsere Schulphilosophie in bewährter und bekannter Qualität auch 2026/27 weiterleben wird.
  • Ich bedanke mich beim Elternverein, der mein Team auch 2026/27 tatkräftig unterstützen wird.
  • Ich bedanke mich bei all unseren Schulfamilien, die im Sinne unseres Schulverständnisses, gemeinsam mit den PädagogInnen, FreizeitbetreuerInnen und AssistentInnen für Ihre Kinder zusammenarbeiten.
  • Ich bedanke mich bei allen Vereinen und Kooperationspartnern, die auch 2026/27 den gegenseitigen Mehrwert einer Zusammenarbeit mit uns erkennen und leben werden.

Wir sehen und hören uns wieder im Schuljahr 2027/28,
VD Gabriele Weber

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